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Vibrio-Bakterien kommen in salzarmen, relativ warmen Gewässern vor. Es kann eine Reihe von gesundheitlichen Problemen für Badende verursachen, einschließlich Gastroenteritis, Wundinfektionen und Blutvergiftung (Septikämie). Steigende Meeresoberflächentemperaturen haben dazu geführt, dass sich ein höherer Prozentsatz der europäischen Küste für pathogene Vibrio spp. eignet, was das Übertragungsrisiko von Krankheiten erhöht.

Dieser Indikator bewertet, wie sich die sich ändernden Klimabedingungen auf die Umwelteignung für die Übertragung der infektiösen Vibrio-Krankheit auswirken.

Vorbehalte

Erstens basiert die hier angewandte Infektionsrate auf den veröffentlichten Daten für die USA. Eine genauere Infektionsrate, die an die epidemiologische Situation in Europa angepasst ist, wäre von entscheidender Bedeutung, um ein genaueres Bild der Auswirkungen der Vibrio-Krankheit in ganz Europa zu erhalten. Zweitens sind die Bevölkerungsdatensätze für einige Länder unvollständig. Drittens können die derzeitigen Modelle des Salzgehalts an der Meeresoberfläche (SSS) in Küstenregionen ungenau sein und die SSS-Variabilität bei starken Niederschlägen, Flussabflüssen und/oder Eisschmelzen nicht vollständig erfassen.

Referenzinformationen

Websites:
Quelle:

Veröffentlichung:

van Daalen, K. R., et al., 2024, The 2024 Europe report of the Lancet Countdown on health and climate change: Die beispiellose Erwärmung erfordert beispiellose Maßnahmen, The Lancet Public Health. https://doi.org/10.1016/S2468-2667(24)00055-0

Datenquellen:

  1. Meeresoberflächentemperatur: Copernicus Marine Service, Global Ocean OSTIA Sea Surface Temperature and Sea Ice Reprocessed dataset (aufbereiteter Datensatz für Meeresoberflächentemperatur und Meereis)
  2. Salzgehalt der Meeresoberfläche: Copernicus Marine Service, Mercator Ozean-Reanalyse
  3. Küstenlänge: Das World Factbook Daten

Zusätzliche Lektüre:

  • Trinanes, J., und Martinez-Urtaza, J., 2021, Future scenarios of risk of Vibrio infections in a warming planet: eine globale Kartierungsstudie, The Lancet Planetary Health 5(7), e426-e435. https://doi.org/10.1016/S2542-5196(21)00169-8
  • Semenza, J. C. et al., 2022, 2.4 Water-borne Diseases: EO-System zur Küstenüberwachung von Nicht-Cholera Vibrios. In: Brazeau, S. und Ogden, N.H. (Hrsg.), Earth Observation, Public Health and One Health - Activities, Challenges and Opportunities, CABI, Boston, USA. http://dx.doi.org/10.1079/9781800621183.0000
  • Murray, K. A., et al., 2020, Tracking infectious diseases in a warming world, BMJ 371, m3086. https://doi.org/10.1136/bmj.m3086.
  • Semenza, J. C., et al., 2017, Umweltverträglichkeit von Vibrio-Infektionen in einem sich erwärmenden Klima: ein Frühwarnsystem, Environmental health perspectives 125(10), 107004. https://doi.org/10.1289/ehp2198
  • Mitwirkender:
    Lancet Countdown in Europa
    Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten

    Veröffentlicht in Climate-ADAPT: Nov 22, 2022

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