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Beschreibung

Große Katastrophen betreffen regelmäßig Gesellschaften auf der ganzen Welt und verursachen große Zerstörungen und Schäden. Nach jeder dieser Veranstaltungen veröffentlichen Medien, Versicherungen und internationale Institutionen zahlreiche Einschätzungen der „Kosten der Katastrophe“. Allerdings basieren diese Bewertungen auf unterschiedlichen Methoden und Ansätzen und erzielen oft unterschiedliche Ergebnisse. Neben methodischen Unterschieden sind diese Diskrepanzen auf die Mehrdimensionalität der Katastropheneinwirkungen und ihre großen Umverteilungseffekte zurückzuführen, die unklar machen, was in den Schätzungen enthalten ist. Aber am wichtigsten ist, dass der Zweck dieser Bewertungen selten spezifiziert wird, obwohl verschiedene Zwecke unterschiedlichen Umfangs der Analyse und unterschiedlichen Definitionen der Kosten entsprechen. Um diese Situation zu klären, schlägt dieses Papier eine Definition der Kosten einer Katastrophe vor und betont die wichtigsten Mechanismen, die diese Kosten erklären und bestimmen. Sie erklärt zunächst, warum die unmittelbaren wirtschaftlichen Kosten, d. h. der Wert dessen, was durch die Katastrophe beschädigt oder zerstört wurde, kein ausreichender Indikator für die Schwere der Katastrophen sind und warum die Schätzung indirekter Verluste für die Beurteilung der Folgen für das Wohlergehen von entscheidender Bedeutung ist. Das Papier beschreibt die wichtigsten indirekten Folgen einer Katastrophe und die folgende Wiederaufbauphase und diskutiert die ökonomischen Mechanismen im Spiel. Er schlägt eine Überprüfung der verfügbaren Methoden zur Bewertung indirekter wirtschaftlicher Folgen vor, die anhand von Beispielen aus der Literatur veranschaulicht werden. Schließlich unterstreicht er die Notwendigkeit eines besseren Verständnisses der Ökonomie von Naturkatastrophen und schlägt einige vielversprechende Forschungsbereiche zu diesem Thema vor.

Dieser Bericht ist Teil des EU-Projekts CONHAZ. Das erste Ziel von CONHAZ ist die Erstellung modernster Methoden und Terminologie, wie sie in europäischen Fallstudien verwendet werden. In dieser Zusammenstellung werden Dürren, Überschwemmungen, Stürme und alpine Gefahren sowie verschiedene betroffene Sektoren wie Landwirtschaft, Gesundheit und Natur berücksichtigt. Dabei werden direkte, indirekte und immaterielle Kosten berücksichtigt. Die CONHAZ untersucht weiter die Kosten und den Nutzen von Risikopräventions- und Notfallmaßnahmen. Das zweite Ziel von CONHAZ ist es, die zusammengestellten Methoden unter Berücksichtigung theoretischer Annahmen zu bewerten, die Kostenbewertungsmethoden und -problemen zugrunde liegen, wie z. B. Verfügbarkeit und Qualität der Daten. CONHAZ wird auch die Zuverlässigkeit der Endergebnisse unter Berücksichtigung der Genauigkeit von Kostenvorhersagen und bewährten Methoden der Validierung bewerten und relevante Lücken in Bewertungsmethoden identifizieren. Das dritte Ziel von CONHAZ besteht darin, die verfügbaren Bewertungsmethoden mit den Bedürfnissen und Praktiken der Endnutzer zu vergleichen, um bewährte Verfahren und Wissenslücken in Bezug auf die Politikgestaltung besser zu ermitteln. Ein abschließendes Ziel von CONHAZ ist es, Empfehlungen zu Best Practices zu geben und daraus resultierende Forschungsbedürfnisse zu ermitteln.

Referenzinformationen

Websites:
Quelle:

http://www.conhaz.org/

Veröffentlicht in Climate-ADAPT: Dec 31, 1969

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