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Felslawinen, Trümmerströme und Schneelawinen sind Erdrutsch- und Erdrutschprozesse, die unter dem Begriff extrem schnelle Massenbewegungen subsumiert werden. Diese Prozesse stellen in vielen Bergregionen unterschiedliche Risiken für Landnutzung, Infrastruktur und persönliche Sicherheit dar. Trotz zunehmender Anstrengungen zur Quantifizierung des Risikos in Bezug auf potenzielle Schäden oder Verlust von Leben haben die meisten früheren Studien partielle und nicht vollständige Risikolösungen erreicht. IRASMOS behebt diese Mängel, indem es methodische Instrumente zur Gefährdungs- und Risikobeurteilung extrem schneller Massenbewegungen überprüft, bewertet, vergleicht und erweitert. Risikoerwägungen im Umgang mit Naturgefahren haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und in vielen europäischen Ländern wurde eine Vielzahl von Methoden und Instrumenten entwickelt. Die Hauptziele des IRASMOS-Projekts waren:
> 1. Kritische Überprüfung der gängigen Praxis in der Gefahren- und Risikobewertung von Trümmerströmen, Gesteinslawinen und Schneelawinen.<br> 2. Die Sensitivität des Risikos in Abhängigkeit von unterschiedlichen Gefahren, Verwundbarkeiten und gefährdeten Elementen zu bewerten.
> 3. Um Aspekte der Risikoaversion zu diskutieren und zu quantifizieren.<br> 4. Um Ursache-Wirkungs-Beziehungen zwischen extrem schnellen Massenbewegungen und ihren Off-Site- und Langzeiteffekten in einem Multi-Risiko-Ansatz anzugehen.
> 5. Entwicklung methodischer Instrumente für ein integriertes Risikomanagement (IRM), bei denen aktive und passive Maßnahmen zur Prävention, Intervention und Genesung gleichermaßen berücksichtigt werden.<br> 6. IRM-Strategien für die Erkennung, Überwachung und Reaktion auf extrem schnelle Massenbewegungen vorzuschlagen, da die Datenqualität, Verfügbarkeit und Analyse eingeschränkt sind, insbesondere angesichts der begrenzten Zuweisung technischer, logistischer und finanzieller Mittel.
> Auf lokaler Ebene können Bauvorschriften und Gefahrenzonen von Nutzen sein, überarbeitet oder auf der Grundlage der IRM-Grundsätze angemessen umformuliert werden. Die Bedeutung der Risikosensibilität und der Risikoentwicklung im Laufe der Zeit kann die Durchführung obligatorischer regelmäßiger Qualitätsüberprüfungen oder -audits rechtfertigen, um zu überprüfen, ob Gefahren- und Risikokarten noch auf dem neuesten Stand sind oder ob sich die lokale Anfälligkeit für extrem schnelle Massenbewegungen erheblich geändert hat. Die Bewertung der Designlebensdauer verschiedener risikorelevanter Produkte wird in dieser Angelegenheit ein wichtiger Faktor für die Entscheidungsunterstützung sein. <br>Auf europäischer Ebene können die Ergebnisse des IRASMOS-Projekts Impulse für Forschungsschwerpunkte in Unterprioritäten liefern. Darüber hinaus könnten künftige Aufforderungen im Rahmen von EU-Rahmenprogrammen angesichts der schrittweisen Verbreitung und Akzeptanz solcher bewährter Verfahren einen weiteren und gezielten Schwerpunkt auf risikobezogene Fragen in der Erforschung und Minderung von Naturgefahren prüfen, insbesondere wenn ihre kosteneffiziente Umsetzung erforderlich ist.
Projektinformationen
Führen
WSl Institute for Snow and Avalanche Research SLF (CH) Dr. Michael Bründl
Partner
WSL Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF (CH) University of Pavia (IT) Centre d’Etudes de la Neige, CNRM (FR) Universitätszentrum für Hydrogeologischer Schutz der Alpengebiete Universität Trient (IT) CEMAGREF (FR) Institut für Bergrisikotechnik Universität für Naturressourcen und angewandte Lebenswissenschaften Wien (BOKU) (AT) Sektion Hydraulik- und Wasser- und Küstentechnik Politecnico di Milano (IT) Norwegisches Geotechnisches Institut NGI (NO)
Finanzierungsquelle
6. RP
Referenzinformationen
Websites:
Veröffentlicht in Climate-ADAPT: Dec 31, 1969
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