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Das natürliche Wiederwachstum der Wälder spiegelt einen Rückgang traditioneller landwirtschaftlicher Praktiken wider, der weltweit beobachtet werden kann. In den letzten Jahrzehnten hat das natürliche Waldwachstum einen Großteil der landwirtschaftlichen Flächen in den Schweizer Bergen abgelöst. Dies ist eine Region, in der Formen des traditionellen Anbaus einzigartige Landschaften und Lebensräume von hohem ökologischen Wert bewahrt haben. Diese Studie zielte darauf ab, die Orte in den Schweizer Bergen zu charakterisieren, an denen landwirtschaftliche Flächen von Bäumen und Sträuchern aufgegeben und bewachsen wurden. Daher wurden multivariate statistische Modelle entwickelt, die auf geophysikalischen und sozioökonomischen Variablen basieren. Die Daten zu Landnutzungsänderungen stammen aus zwei landesweiten Landnutzungserhebungen, die in den 1980er und 1990er Jahren durchgeführt wurden. Um verlässliche Modelle zu erhalten, wurden Nachbarschaftseffekte und die Gruppenstruktur in unseren Daten berücksichtigt. Für letztere wurde eine robuste Schätzmethode verwendet, die als Cluster-Adjustment bekannt ist. Die Ergebnisse zeigen, dass das Wiederwachsen des Waldes weitgehend auf ehemalige Almen, Flächen mit Gras- und Buschvegetation und landwirtschaftliche Flächen mit Baumgruppen in mittleren bis hohen Lagen, steilen Hängen, steinigem Boden und einer niedrigen Temperatursumme beschränkt ist. Einige Beziehungen waren nicht wie erwartet, z. B. wurden viele der neuen Waldgebiete relativ nah an Straßen gefunden. Ein neues Ergebnis aus dieser Studie war, dass das Wiederwachstum von Wäldern weitgehend auf Regionen mit Zuwanderung, höhere Anteile von Teilzeitbetrieben im Gegensatz zu Vollzeitfarmen und hohe Quoten von landwirtschaftlichen Betrieben beschränkt ist. Durch die Berücksichtigung von Nachbarschaftseffekten wurde die Modellanpassung verbessert. Die beträchtliche Restabweichung der Modelle wurde als Ergebnis unentdeckter lokaler Merkmale wie mangelnder Wasserverfügbarkeit, kleinmaßstäblicher topografischer Besonderheiten (z. B. kleine Gräben, Steinmauern, Bodenschäden durch Rinder) und der Motivation des Einzelnen, den Anbau aufzugeben oder aufrechtzuerhalten, interpretiert. Die Schlussfolgerung lautete, dass allgemeine politische Maßnahmen für das gesamte Berggebiet nicht geeignet sind, die Aufgabe von Flächen und das Wiederaufwachsen von Wäldern zu verhindern, und dass die politischen Maßnahmen den lokalen Merkmalen und Bedürfnissen stärker Rechnung tragen müssen.
Referenzinformationen
Websites:
Quelle:
Landwirtschaft, Ökosysteme & Umwelt Band 118, Hefte 1–4, Januar 2007
Veröffentlicht in Climate-ADAPT: Dec 31, 1969
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