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Beschreibung

Der Klimawandel ist eines der Schlüsselthemen der aktuellen wissenschaftlichen Forschung. In diesem Beitrag untersuchen wir die Auswirkungen steigender Temperaturen und wechselnder Niederschlagsmuster auf die meteorologische Waldbrandgefahr in den Alpen. Unsere Analyse basiert auf täglichen meteorologischen Beobachtungen von 25 Langzeitstationen in sechs Alpenländern. Die ausgewählten Stationen sind mehr oder weniger gleichmäßig über den gesamten Alpenraum verteilt und repräsentieren die verschiedenen Klimaregionen in diesem komplexen Gelände. Stationen mit ähnlichen klimatischen Bedingungen wurden in Regionen gruppiert. Dies waren: Westalpen, Nordalpen, innerer Alpenraum und Südalpen. Die meteorologische Waldbrandgefahr im Zeitraum 1951–2010 wurde anhand unterschiedlicher Waldbrandgefahrsindizes (FWI, Nesterov, Baumgartner usw.) täglich ermittelt. Eine statistische Perzentilanalyse ergab verschiedene Auswirkungen des jüngsten Klimawandels in den vier Regionen. Eine deutliche Zunahme der Waldbrandgefahr ereignete sich an den Stationen in den Westalpen und noch stärker in den Südalpen. Hier stieg die jährliche durchschnittliche Brandgefahr in den letzten sechs Jahrzehnten an. Darüber hinaus ist in den letzten Jahren auch die Zahl der Tage mit erhöhter Waldbrandgefahr (Indizes über einem vordefinierten Schwellenwert) gestiegen. In den Nordalpen wurde ein vergleichsweise schwacher Anstieg beobachtet und an den Stationen in den inneren Alpentälern war kein klares Signal erkennbar. Zur Analyse von Extremereignissen (höchster Indexwert pro Jahr und Region) wurden Extremwertestatistiken herangezogen. Es zeigte sich, dass die Rückkehrzeit außerordentlich hoher Indexwerte in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen ist, insbesondere in den westlichen und südlichen Alpen. Für drei Pilotgebiete (Wallis in den Westalpen, Bayern im nördlichen Alpenraum und Tessin in den Südalpen) wird ein Vergleich mit den beobachteten historischen Branddaten dargestellt. Im Wallis konnte eine Region in den Westalpen mit einer allgemein geringen Brandgefahr, einer schwachen Tendenz zu mehr Waldbränden und mehr verbrannter Fläche gefunden werden. Die Korrelation zwischen berechneten Indizes und beobachteten Bränden war in dieser Region recht gering. In Bayern (Nordalpen) war diese Korrelation höher, doch während der Trend der Waldbrände in Bayern in Bezug auf Zahl und Brandgebiet abnahm, nahm die meteorologische Brandgefahr im Gegensatz dazu zu. Die Gründe für diesen gegensätzlichen Trend können mit veränderten anthropogenen Faktoren wie weniger militärischen Aktivitäten, technischem Fortschritt und höherem Bewusstsein zusammenhängen. Die Korrelation zwischen Indizes und Waldbränden südlich der Alpen (Ticino) war deutlich geringer, da hier die meisten Waldbrände im Winter auftraten, wenn die meteorologische Brandgefahr in der Regel geringer ist als im Sommer. In dieser Region wurde auch ein positiver Trend der meteorologischen Brandgefahr in den letzten Jahrzehnten durch abnehmende anthropogene Zündungen ausgeglichen.

Referenzinformationen

Websites:
Quelle:

Agrar- und Waldmeteorologie

Veröffentlicht in Climate-ADAPT: Dec 31, 1969

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