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See all EU institutions and bodiesDie Umsetzung grüner Infrastruktur und naturbasierter Lösungen auf lokaler Ebene in Zagreb erhöht die Klimaresilienz der gesamten Stadt.
Wichtige Erkenntnisse
Über die Region

Klimabedrohungen
Urbanisierung und Klimawandel führen in Zagreb zunehmend zu heißen Sommern. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Klimaklassifizierung der Region von einem „feuchten, gemäßigt warmen Klima mit warmen Sommern“ zu einem „feuchten, gemäßigten Klima mit heißen Sommern“ geändert. Aufgrund des Klimawandels haben die Häufigkeit und Intensität von Hitzewellen zugenommen. Bei Hitzewellen sind die Lufttemperaturen in städtischen Gebieten deutlich höher als in den umliegenden Vororten und ländlichen Gebieten. Dieser sogenannte Urban Heat Island-Effekt kann einen Temperaturanstieg von bis zu 3-5°C verursachen. Daher resultiert die lokale Temperatur aus den kombinierten Auswirkungen des globalen Klimawandels und lokalen Faktoren wie der Urbanisierung. Darüber hinaus ist die Hitzebelastung nicht gleichmäßig über das Stadtgebiet verteilt, d. h. einige Gebiete sind stärker betroffen als andere. Ohne weitere Maßnahmen wird sich der Hitzestress in Zukunft voraussichtlich verstärken. Wärme wirkt sich auf alle Sektoren aus, aber in erster Linie auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bewohner.
Extreme Wetterereignisse werden in Zukunft häufiger auftreten, da sich das Klima verändert. Zagreb muss seine Prozesse und Infrastruktur anpassen!
Tomislav Tomašević, Bürgermeister der Stadt Zagreb
Variationen in der Wärmeverteilung
Als im Jahr 2020 ein schweres Erdbeben die Stadt Zagreb traf, wurde der Wiederaufbauprozess als Chance gesehen, den zunehmenden Hitzestress umfassender anzugehen. In einem ersten Schritt wurde eine Wärmekarte für einen Stadtteil entwickelt und die Auswirkungen von Wärme auf verschiedene Sektoren analysiert. Die räumliche Verteilung der Wärme zeigte signifikante Temperaturschwankungen von bis zu 4 °C in einem gleichen Baustein, die in erster Linie durch das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von grüner Infrastruktur bestimmt wurden. Im Allgemeinen waren Gebiete, die reich an grüner Infrastruktur sind, kühler als solche ohne.
Das folgende Bild zeigt die Temperaturschwankungen in verschiedenen Bereichen des Stadtzentrums von Zagreb in den Sommermonaten 2020. Es bietet eine umfassende visuelle Darstellung der Stadtlandschaft. Bemerkenswert ist, dass es den signifikanten Temperaturkontrast zwischen vier verschiedenen Innenstadtbereichen zeigt. Der Park Zrinjevac, ein Teil des Stadtzentrums mit einem üppigen Baumkronendach und einem pulsierenden Park, zeichnet sich dadurch aus, dass die Oberflächentemperaturen in diesem grünen, schattigen Bereich im Vergleich zur umgebenden städtischen Umgebung erheblich niedriger sind. Dies unterstreicht die kühlende Wirkung von Grünflächen in Städten und bietet wertvolle Einblicke in die Möglichkeiten, der urbanen Wärme entgegenzuwirken.

Basierend auf einer ersten Analyse wurde eine Reihe von naturbasierten Lösungen vorgeschlagen, um einen Kühleffekt zu erzielen. Um Anpassungsmaßnahmen ganzheitlich zu planen und Fehlanpassungen zu vermeiden, wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Zagreb (Abteilung für Geophysik) eine umfassendere Wärmebewertung auf der Ebene der gesamten Stadt durchgeführt.
Umsetzung grüner Lösungen
Basierend auf der Analyse der städtischen Wärmeverteilung auf Blockebene wurden grüne Infrastruktur und naturbasierte Lösungen in den Wiederaufbauprozess einbezogen. Eine detaillierte Analyse eines Pilotblocks ergab die Vorteile für verschiedene Sektoren wie Gesundheit, Verkehr und Energie. Zum Beispiel haben Grünflächen auch eine soziale Wirkung, da sie die Lebensqualität erhöhen und die Sozialisierung fördern. Zu den positiven Auswirkungen auf die Gesundheit gehören die Verbesserung der Luftqualität und die Minderung von Gesundheitsrisiken für gefährdete Gruppen. Diese vielfältigen Vorteile wurden bei der Planung der Lösungen berücksichtigt. Die folgende Grafik zeigt die vorgeschlagenen grünen Infrastrukturen und naturbasierten Lösungen im Pilotblock.

Die Fokussierung auf die Anpassung an den Klimawandel auf Bezirksebene erleichtert es, geeignete Lösungen zu finden, die den lokalen Gegebenheiten entsprechen und dann in einen breiteren Kontext integriert werden können. Die Einbeziehung eines breiten Spektrums von Interessenträgern - Stadtverwaltung, Büro für Raumplanung, Bürger im Block, Nichtregierungsorganisationen und Hochschulen - ist von entscheidender Bedeutung, um die bestmögliche Lösung zu finden.
Der Wiederaufbau der Stadt nach dem Erdbeben bot die Gelegenheit für eine umfassende Untersuchung der Hitzebelastung und die anschließende Umsetzung grüner Infrastruktur und naturbasierter Lösungen in Stadtblöcken. Laufende Pilotprojekte wie Greening the City (das die architektonische Gestaltung und Pflanzung von 1500 Bäumen in der ganzen Stadt, insbesondere in Bildungseinrichtungen, umfasst) und Greenscape (ein Projekt, das darauf abzielt, technische und finanzielle Voraussetzungen für den Einsatz grüner Infrastrukturen und naturbasierter Lösungen zu entwickeln) lieferten ebenfalls Lösungen.
Eines der Hauptziele der Stadtverwaltung von Zagreb ist die Ökologisierung der Stadt. Wir setzen uns für den deutlichen Ausbau städtischer Grünflächen ein und betonen insbesondere die Aussichten auf eine Begrünung innerhalb unserer Stadtblöcke.
Luka Korlaet, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Zagreb

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