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See all EU institutions and bodiesEin Küstenvertrag ist ein Governance-Ansatz, der eine bessere sektorübergreifende Zusammenarbeit auf lokaler Ebene ermöglicht. Der Küstenvertrag ist für die integrierte Bewirtschaftung von Küstenfeuchtgebieten konzipiert und soll gleichzeitig die Fragmentierung der lokalen Governance überwinden.
Wichtige Erkenntnisse
Über die Region

Klimabedrohungen
An der Westküste Sardiniens ist der Golf von Oristano besonders anfällig für Meeresstürme und sintflutartige Regenfälle, die ein erhebliches Risiko von Überschwemmungen im Landesinneren darstellen. Ein weiteres Risiko sind die sengenden Sommer mit anhaltenden Hitzewellen und unvorhersehbaren Dürren, die durch intensive Niederschläge verärgert sind. Dies gefährdet die Sicherheit und das Wohlergehen der lokalen Bevölkerung und gefährdet lebenswichtige wirtschaftliche Säulen wie Landwirtschaft, Fischerei und Aquakultur. Dieses Szenario bietet jedoch auch die Möglichkeit, Resilienz und Innovation zu überdenken.
Revitalisierende Feuchtgebiete: Eine neue Ära der kollaborativen Umwelt-Governance
Gesunde Feuchtgebiete sind entscheidend für die Eindämmung der globalen Erwärmung, wirken als natürliche Kohlenstoffsenken und bieten Widerstandsfähigkeit gegen extreme Klimaereignisse. Die Zersplitterung der staatlichen Zuständigkeiten stellt jedoch in der Regel eine Herausforderung für die Bewirtschaftung von Feuchtgebieten dar. Governance-Mechanismen zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen mehreren Akteuren gelten als bewährte Verfahren bei der Bewirtschaftung von Flusseinzugsgebieten.
Die Bewirtschaftungspläne für die Einzugsgebiete im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie sind Beispiele für kooperative Maßnahmen auf der Ebene der (größeren) Einzugsgebiete. Es gibt weniger kollaborative, integrierte Managementbeispiele vor Ort, z.B. einen kleineren Fluss, eine Bucht oder ein Feuchtgebiet. In Belgien, Frankreich und Italien wird das Konzept der Flussverträge verwendet, um die Zusammenarbeit mehrerer Akteure in kleineren Flüssen zu erleichtern. Im Golf von Oristano wurde ein Küstenvertrag unterzeichnet, um die Zusammenarbeit und gemeinsame Bewirtschaftung der Küstenfeuchtgebiete und der Bucht von Oristano zu erleichtern. Lokale Gemeinden sowie regionale und provinzielle Behörden haben den Küstenvertrag gebilligt.

Der Küstenvertrag stellt eine freiwillige und inklusive Vereinbarung zwischen verschiedenen Partnern dar, die das Gebiet des Golfs von Oristano als Teil eines einzigartigen Ökosystems anerkennen und aktiv zu seinem Schutz und seiner Förderung zusammenarbeiten wollen. Angetrieben von diesem gemeinsamen Engagement und unterstützt durch einen konstruktiven Dialog hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und Vorschläge auszutauschen und sowohl die individuellen territorialen Merkmale als auch die gemeinsamen Bedürfnisse hervorzuheben. Dieser Prozess war von entscheidender Bedeutung für die Ausarbeitung eines ehrgeizigen und wirksamen Aktionsplans.
Wir haben extrem wichtige Feuchtgebiete, die einen wichtigen Lebensraum im Mittelmeerraum darstellen. Wenn wir weiterhin individuell handeln, werden wir nicht das Ergebnis erzielen, das wir uns alle erhoffen.
Sandro Pili, Bürgermeister von Terralba, Italien
Diese Initiative hat zu erheblichen Fortschritten geführt:
- Innovative kollaborative Governance: Der Küstenvertrag ist ein Konzept dafür, wie die Zusammenarbeit auf mehreren Ebenen Wirtschaftswachstum und ökologische Nachhaltigkeit fördern und die Kluft zwischen lokalen Bedürfnissen und regionalen Strategien überbrücken kann.
- Verstärktes Engagement und Sensibilisierung: Die Gemeinschaft erkannte, dass Feuchtgebiete Teil ihrer kulturellen Identität und eine naturbasierte Lösung für die Klimaresilienz sind.
- Evidenzbasiertes Herstellen: Das Local Wetland Observatory, ein Zentrum für Daten und Forschung, stellt sicher, dass jede ergriffene Maßnahme auf der Wissenschaft basiert und auf die Bedürfnisse der Ökosysteme und Gemeinschaften ausgerichtet ist.

Der Vertrag trägt zur Förderung bewährter Verfahren bei. Alle Fischer müssen härter arbeiten, um eine nachhaltige Fischerei zu gewährleisten und ein Modell zu schaffen, das für alle Mittelmeerlagunen gilt.
Alessandro Porcu, Direktor der Fischergenossenschaft Sant'Andrea. Teich S’Ena Arrubia, Arborea.
Die transformative Reise des TrasformAr-Projekts
Im Rahmen des TransformAr-Projekts arbeiten die Partner daran, die Nutzung des Küstenvertrags zum Schutz der Gewässer im Golf von Oristano zu verbessern und seine Reproduzierbarkeit in ganz Sardinien zu fördern. Dank eines konsolidierten partizipativen Prozesses und der Entwicklung der lokalen Beobachtungsstelle für Feuchtgebiete erreicht das Projekt eine breitere Einbeziehung von Behörden, lokalen Gemeinschaften, Fischern, Landwirten und Tourismusbetreibern und garantiert einen wissenschaftlichen Ansatz zur Entwicklung von Erhaltungs- und Anpassungsmaßnahmen für Feuchtgebiete. Die Beobachtungsstelle erleichtert fundierte, evidenzbasierte Entscheidungen und sensibilisiert die Öffentlichkeit für die entscheidende Rolle von Feuchtgebieten beim Klimaschutz.
Die Beschaffung neuer Mittel für die Umsetzung des Aktionsplans in Verbindung mit dem zunehmenden Engagement lokaler Interessenträger bei öffentlichen Treffen zu Feuchtgebieten und der Zunahme von Vorschlägen für verschiedene Maßnahmen und Initiativen unterstreichen gemeinsam die Wirksamkeit dieses Governance-Instruments.

DIE ZAHLEN DES KÜSTEVERTRAGS
14 Unterzeichner (einschließlich Gemeinden, lokale und regionale Gebietskörperschaften).
Vier Leitungsgremien:
1) Koordinierungsgruppe
2) Technisches Sekretariat
3) Anweisungsausschuß
4) Technischer Ausschuss
50 Maßnahmen, die das integrierte System oder einen bestimmten Standort betreffen.
Sieben strategische Achsen, in denen die Maßnahmen zusammengefasst sind:
- Governance und Kapazitätsaufbau
- Verbesserung des ökologischen Zustands von Wassersystemen
- Schutz der biologischen Vielfalt und des Naturkapitals
- Landschaftsentwicklung und Förderung des kulturellen Erbes
- Grüne Wirtschaft
- Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel
- Kommunikation und Umweltbildung
50 % der finanzierten Maßnahmen und Beginn der Durchführungsphase.
50 % fordern neue Mittel für die mittelfristige Umsetzung.
In dem Gebiet wurden 40 partizipative Treffen mit lokalen öffentlichen und privaten Interessenträgern organisiert.
Zusammenfassung
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