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See all EU institutions and bodiesDiese Initiative wurde 2010 ins Leben gerufen und ist Teil eines interdisziplinären Projekts zur Sicherstellung einer engen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, gesellschaftlichen Gruppen und politischen Entscheidungsträgern für die Anpassung an den Klimawandel.
Wichtige Erkenntnisse
Über die Region

Klimabedrohungen
Städte wie Kassel sind besonders steigenden Temperaturen ausgesetzt, da es in der Stadt zu Temperaturunterschieden von bis zu 6°C im Vergleich zur Umgebung kommen kann (urbaner Wärmeinseleffekt). Daher müssen die städtischen Gebiete besondere Anstrengungen unternehmen, um sich an die steigenden Temperaturen aufgrund des Klimawandels anzupassen. Trotz Hitzestress, der sich negativ auf uns alle auswirkt, kann Hitze eine ernsthafte Gefahr für ältere Menschen darstellen, ohne dass sie es merken.
Daher hat die Stadt Kassel die„Heat Telephone Parasol“ ins Leben gerufen, um ältere Menschen über die bevorstehende Hitze in der Stadt zu informieren und sich zu schützen.
Ein etablierter Service
Der Seniorenbeirat bietet den Dienst an, der die unabhängige Stelle und Anlaufstelle für alle älteren Menschen in der Stadt Kassel ist, um ihre Interessen zu vertreten. Vom 15. Junibis 31. August informierenMitglieder des Seniorenbeirats kostenlos über alle Hitzewarnungen der Stufe 2 des Deutschen Wetterdienstes für die Stadt Kassel. Warnungen der Stufe 2 bedeuten, dass die wahrgenommene Temperatur über 38 ° C steigt und den Körper extrem unter Hitzestress stellt. Nach der Registrierung ist der Service für ältere Menschen ab 65 Jahren verfügbar.
Neben Informationen über drohende Hitze geben die Mitglieder des Seniorenbeirats Tipps, wie man sich beim Telefonieren vor übermäßiger Hitzebelastung schützen kann. Zu diesen Empfehlungen gehören:
• Trinken Sie genügend Flüssigkeit
• Suche nach schattigen Plätzen während der Mittagszeit
• Lüften des Hauses am frühen Morgen
Während des Telefonats achten die Mitglieder des Seniorenbeirats, bei denen es sich um Freiwillige handelt, auf Anzeichen von Gesundheitsproblemen. Bei Bedarf wenden sich die Freiwilligen an den zuständigen Hausarzt der älteren Person. Ältere Menschen unterschätzen oft die gesundheitlichen Risiken im Zusammenhang mit Hitze. Der persönliche Kontakt ermöglicht es, das persönliche Gesundheitsrisiko zu erkennen und individuelle Präventionsmaßnahmen zu bestimmen. Ältere Menschen werden telefonisch kontaktiert, da die über 65-Jährigen im Vergleich zu anderen digitalen Tools (z.B. Apps) immer noch am besten telefonisch erreichbar sind.
Langfristig sollen auch andere gefährdete Gruppen wie chronisch Kranke und Schwangere oder Kinder erreicht werden.
Planung und Umsetzung des Wärmetelefons
Das Konzept des Wärmetelefons geht auf das Jahr 2010 zurück, als die Stadt Kassel eine Reihe von Pilotquartieren für die Stadtheizung einrichtete. Diese Bezirke wurden mit der Entwicklung und Erprobung vorbildlicher Wärmeanpassungsmaßnahmen beauftragt, und auf Quartiersebene wurde das Heat Prevention Network gegründet. Innerhalb des Heat Prevention Network arbeiten Stakeholder branchen- und disziplinübergreifend zusammen, um Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln.
Im Rahmen des Netzes fand 2010 eine Nachbarschaftskonferenz statt, auf der die Teilnehmer über den Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Gesundheit älterer Menschen diskutierten. Sie befassten sich mit Präventionsstrategien, die Idee des Wärmetelefons war geboren und das Konzept wurde weiterentwickelt. Aufgrund der positiven Erfahrungen und des breiten Publikumsfeedbacks wurde das Heiztelefon 2011 auf die gesamte Stadt ausgeweitet.
Vor allem ältere Menschen, chronisch Kranke und Pflegebedürftige, aber auch Kinder können durch Hitzestress im Sommer von Problemen betroffen sein, die durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen gut bewältigt werden können
Markus Heckenhahn Koordinator der Gesundheitsabteilung Kassel.
Flexibilität, Freiwilligenarbeit und ein sozialer Aspekt zeichnen das Wärmetelefon aus
Bislang gibt es kein vergleichbares Projekt. Das Parasol-Heiztelefon ist einzigartig in Deutschland. Die Maßnahme kann täglich an [...] Wetterereignisse angepasst werden und ist daher durch die einfache Erweiterung des Angebots [...] äußerst flexibel
Markus Heckenhahn, Koordinator der Gesundheitsabteilung Kassel.
Die Basis des Wärmetelefons sind persönliches Engagement und ehrenamtliches Engagement der Menschen, die ältere Menschen anrufen. Das Telefon ist keine offene Serviceleitung und Benutzer müssen registriert sein, um es zu benutzen. Der Seniorenbeirat hat ein Büro in Kassel, in dem er über Veranstaltungen im Rahmen des Seniorenprogramms, Alltagsprobleme und Alter während der Sprechstunden informiert. Aufgrund des hohen Interesses am Wärmetelefon und des Engagements der Freiwilligen ist der Service finanziell tragfähig. Ein weiteres positives Ergebnis ist die soziale Dimension des Dienstes. Die oft einsamen, älteren Menschen haben die Möglichkeit, mit jemandem zu sprechen und die Initiative führt zu einem sozialen Mehrwert.
Positiver Nebeneffekt war auch die Herangehensweise und der Kontakt zu älteren Menschen, die alleine leben und den sozialen Kontakt zum Wärmetelefonpersonal sehr begrüßen.
Manfred Aul, Vorsitzender des Seniorenbeirats.

Die Evaluation von KLIMZUG-Nordhessen, einem interdisziplinären Verbundprojekt, kam zu dem Schluss, dass die Maßnahme erfolgreich dazu beiträgt, Menschen rechtzeitig vor extremer Hitze zu warnen und damit schwerwiegenden Gesundheitsproblemen vorzubeugen.
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