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See all EU institutions and bodiesDer Klimawandel wirkt sich auf Bergflüsse aus und beeinträchtigt die Fähigkeit von kaltem Schmelzwasser, stabile Ökosystembedingungen unter wärmeren klimatischen Bedingungen aufrechtzuerhalten. Gesunde Ökosysteme unterstützen die Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen, wie zwei Flussrevitalisierungsprojekte am Lech zeigen.
Wichtige Erkenntnisse
Über die Region

Klimabedrohungen
Steigende Jahrestemperaturen in den Nordalpen, kombiniert mit häufigeren starken Regenfällen und längeren Trockenperioden beschleunigen die Schneeschmelze und erhöhen die Schneegrenze. Diese Verschiebung erhöht den Niederschlag und den direkten Abfluss, verschlimmert extreme Regenereignisse und das Risiko, Naturkatastrophen wie Schlammströme, Erdrutsche und Überschwemmungen auszulösen.
Besonders gefährdet sind die alpinen Kaltwasserökosysteme und die lokalen Gemeinschaften. Schnellere saisonale Verschiebungen, Temperaturanstiege und anhaltende Dürren führen zu niedrigeren Wasserständen und stärkeren Schwankungen bei Regenereignissen. Darüber hinaus erhöhen diese Veränderungen die Wassertemperaturen und schädigen Kaltwasserökosysteme wie den Lech. Algen- und Pflanzenüberwucherung, verschärft durch Hitze und niedrige Wasserstände, verringern die Wasserqualität und bedrohen einheimische Fischarten, die von kalten, sauerstoffreichen Gewässern abhängig sind.
Klimawandel und Biodiversität: Übergang zu naturbasierten Lösungen

Revitalisierungsmaßnahmen für Biodiversität und Anpassung an den Klimawandel
Im Rahmen von zwei LIFE-Projekten führte das Projektteam umfangreiche Erhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen entlang des Tiroler Flussabschnitts durch. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehörten die Beseitigung von Barrieren zur Verbesserung des natürlichen Flusses und die Auswahl geeigneter Gebiete zur Revitalisierung von Kiesflussufern, Pionierstandorten und anderen Vegetationszonen. Darüber hinaus hat das Team 200.000 m2 Land ausgewiesen, das der Natur zurückgegeben wurde. Die Karte (Abbildung 2) zeigt die 13 hydraulischen Maßnahmen, die im Rahmen von Lech II umgesetzt wurden. Die Idee, Retentionsbereiche zu schaffen, bestand schon vor dem Klimawandel, aber mit dem Klimawandel und der Zunahme extremer Wetterereignisse bauen die Life Lech-Maßnahmen die Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme auf und bieten weitaus größere Vorteile als ursprünglich erwartet.

Naturbasierte Lösungen als Schutzinstrument
Das Projekt konzentrierte sich auch auf Artenschutzmaßnahmen wie den Schutz von Lebensräumen für bestimmte Zielarten wie den Sandpiper. Um den langfristigen Wert des Natura-2000-Gebiets zu fördern und eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten, priorisierte das Team die Überwachung, Kommunikation und aktive Einbeziehung der lokalen Gemeinschaft. Die Überwachung hat einen Anstieg der Anzahl der Vogelarten wie den gewöhnlichen Sandpiper und den kleinen Ringelregenpfeifer ergeben.
Gemeinsam mit regionalen Akteuren entwickelte das lokale Projektteam einen Bewirtschaftungsplan für die Einzugsgebiete, der Naturschutz, Forschung, Bildung, naturnahe Erholung und regionale Entwicklung integriert. Dieser Plan ist nun Teil des Naturparkkonzepts Tiroler Lech.
Ein Höhepunkt der Zusammenarbeit ist der Fernwanderweg „DerLechweg“,der nun zu einem nachhaltigen Tourismus beiträgt. Ausgewiesene Wanderwege sorgen dafür, dass Erholungssuchende ein authentisches Naturerlebnis genießen können, während sie sich von sensiblen Brutgebieten fernhalten.

Um den weiteren Erfolg des Projekts sicherzustellen, hat das Projektteam ein Monitoringkonzept in den regionalen Managementplan aufgenommen. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Bewertung der Projektergebnisse, die Aufrechterhaltung des wissenschaftlichen Interesses und die Bereitstellung wertvoller Erkenntnisse für ähnliche Projekte. Gemeinsam mit dem Naturpark Tiroler Lech wird die gemeinnützige Organisation Lechforschung 2050+ die Regenerationskapazität des Flusses angesichts des Klimawandels weiter überwachen und so sicherstellen, dass die langfristigen Anpassungsbemühungen wirksam bleiben.

Zusammen leisten die beiden Life Lech-Projekte einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz und zur Erhaltung von Lebensräumen gefährdeter Arten. Diese Verantwortung trägt Tirol national und europaweit und gewinnt angesichts des Klimawandels immer mehr an Bedeutung.
N. Schneider, MA. Erster Geschäftsführer Naturpark Tiroler Lech
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