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Das versunkene Haus ist ein urbanes Kunstwerk, das NASA-Projektionen verwendet, um das Worst-Case-Szenario für den Meeresspiegelanstieg in Vesterålen zu visualisieren. Das Kunstwerk zeigt die Fassade eines Hauses im Herzen einer Region, in der nur die Hälfte der Bevölkerung an eine vom Menschen verursachte Klimakrise glaubt.

Wichtige Erkenntnisse

Über die Region

Klimabedrohungen

Der Anstieg des Meeresspiegels bedroht die Straßen und bewohnten Gebiete von Vesterålen. Stürme, die Küstenüberschwemmungen verursachen, stellen ein Risiko für die Gemeinschaft dar und erfordern Anpassungsmaßnahmen. Die NASA simulierte auch, wie sich der Klimawandel auf die Fischerei- und Aquakulturindustrie in der Region auswirken wird. Um widerstandsfähige Wirtschaftstätigkeiten aufrechtzuerhalten, müssen sich diese Industriezweige an die klimatischen Veränderungen anpassen und den damit verbundenen biologischen Bedrohungen begegnen. Steigende Meerestemperaturen verursachen beispielsweise suboptimale Bedingungen für Kaltwasserarten wie Atlantischen Lachs, eine lebenswichtige Art für die Aquakultur in Norwegen. Lachs ist sehr temperaturempfindlich, und eine längere Exposition gegenüber wärmeren Gewässern kann zu erhöhtem Stress, langsameren Wachstumsraten und höherer Mortalität führen. In den letzten Jahren haben wärmere Wassertemperaturen auch zu mehr Algenblüten geführt, die für die norwegische Küste, einschließlich Vestrålen, immer problematischer werden.

Aufgrund der Küstenlage und der wirtschaftlichen Abhängigkeit vom Meer ist die Region Vesterålen besonders anfällig für den Anstieg des Meeresspiegels und Temperaturänderungen. Die lokale Aquakultur leidet bereits unter den negativen Folgen des wärmeren Oberflächenwassers, was innovative Arbeit erfordert, um Widerstand gegen diese und andere Bedrohungen aufzubauen.

Ane Høyem, Projektleiterin bei GaiaVesterålen

Kunst um der Natur willen

Der Vesterålen-Archipel ist eine Region, die von großer Klimaskepsis geprägt ist. Etwas mehr als die Hälfte der lokalen Bevölkerung ist der Ansicht, dass menschliche Aktivitäten die Hauptursache für die Klimakrise sind – eine bemerkenswert niedrige Zahl sowohl im norwegischen als auch im europäischen Kontext.

GaiaVesterålen ist ein Museum mit einem starken Fokus auf Forschung und Entwicklung. Ziel ist es, innovative Ansätze für die Region und die Zukunft des Planeten aufzuzeigen. Das Museum wurde als Reaktion auf die Sorge der Kinder vor Ort um die Natur und die Auswirkungen des Klimawandels eingerichtet. GaiaVesterålen verfolgt einen innovativen Ansatz für die Museumsarbeit, der sich an Nachhaltigkeitsprinzipien, Co-Creation und Inklusion orientiert.

Im Rahmen der Projekte AiR Vesteraalen (Artist in Residence Vesteraalen) und RESIST begannen die Künstlerin Deana Kolencikova, GaiaVesterålen und eine Gruppe lokaler Mitarbeiter 2022 mit der Konzeption und Entwicklung von The Sunken House am Stadtplatz von Sortland. Das Kunstwerk zeigt Sortlands prognostizierten Meeresspiegel gemäß den Worst-Case-Szenario-Berechnungen der NASA für das Gebiet für 2150.

Ziel ist es, das Bewusstsein für die konkreten lokalen Klimarisiken zu schärfen und die lokale Bevölkerung zu ermutigen, ihre Bedenken zu äußern und von den lokalen Entscheidungsträgern gehört zu werden. Außerdem sollen die Bürgerinnen und Bürger informiert und in die Lage versetzt werden, klimaintelligente Entscheidungen in ihrem täglichen Leben zu treffen.

Aufgrund seiner prominenten Lage und seiner kraftvollen Botschaft löste das Kunstwerk starke Reaktionen in der lokalen Gemeinschaft aus. Eine Mischung von Meinungen begann online zu zirkulieren, sowohl zugunsten des Kunstwerks als auch zu kritisieren, wobei ein Kritiker vorschlug, dass das Kunstwerk Klimaangst bei Kindern und Jugendlichen verursachte.

Inklusive Klimadebatten mit der Gemeinschaft

Als Reaktion auf die zunehmenden Bedrohungen durch den Klimawandel und die Skepsis hielten das Museum und GaiaVesterålen im Mai 2023 ein öffentliches Treffen im lokalen Kunstgebäude ab. Podiumsteilnehmer mit gegensätzlichen Ansichten über die Schwere und Ursachen des Klimawandels wurden eingeladen, vorzustellen. Fünfzig Mitglieder der Öffentlichkeit nahmen persönlich an dem Treffen teil und weitere 1.224 Personen schlossen sich online an.

Die Debatte zeigte einen starken Wunsch nach Klimaschutz unter den anwesenden Kindern und Jugendlichen und hob hervor, dass die Untätigkeit der Erwachsenen sie mehr beunruhigte als die Warnungen der Wissenschaftler vor dem Klimawandel. Es wurde auch deutlich, dass lokale Kinder und Jugendliche nicht vor dem Klimagespräch geschützt werden wollen. Stattdessen wollen sie mit Erwachsenen in der Gemeinschaft zusammenarbeiten, um konstruktive Maßnahmen zu ergreifen und Widerstandsfähigkeit gegen Klimabedrohungen jetzt und für die Zukunft aufzubauen.

Ein Panelmitglied würdigte den Kritiker, der die Online-Debatte ausgelöst hat, und dankte GaiaVesterålen dafür, dass er die Diskussion in ein offenes, respektvolles Forum gebracht hat. Die Sitzung ermöglichte es allen Panelmitgliedern und dem Publikum, ihre Ansichten zum Ausdruck zu bringen. Obwohl die Parteien keinen Konsens über die Schwere oder Ursachen der Klimakrise erzielten, zeigte die Debatte, dass die lokale Gemeinschaft komplexe Probleme mit Höflichkeit und gegenseitigem Respekt angehen kann.

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