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Chikungunya ist eine Viruserkrankung, die von Aedes aegypti und Aedes albopictus Moskitos übertragen wird. Aedes albopictus ist in Europa präsent und erweitert sein Territorium. Neben mehr globalen Reisen kann der Klimawandel in Europa zu mehr Chikungunya-Fällen führen, da Temperatur- und Niederschlagsverschiebungen das Klima der Region für die Übertragung der Krankheit besser geeignet machen.

Eine Möglichkeit, die Gesundheitsgefahren zu messen, die mit Chikungunya unter dem sich ändernden Klima verbunden sind, besteht darin, die Veränderungen der grundlegenden Reproduktionsrate (R0) abzuschätzen, die die erwartete Anzahl von Sekundärinfektionen von einem Infektionsfall in einer vollständig anfälligen Bevölkerung schätzt. Wenn R0 höher als 1 ist, haben Ausbrüche das Potenzial zu wachsen. Je höher R0 ist, desto schneller wird der Ausbruch wachsen. 

Dieser Indikator verwendet ein stufenstrukturiertes mechanistisches Modell, um die Mückenhäufigkeit und anschließend die grundlegende Reproduktionsrate (R0) für Chikungunya abzuschätzen, indem Informationen über Temperatur, Niederschlag, Tageslichtstunden, Mückenhäufigkeit und menschliche Bevölkerungsdichte kombiniert werden.

 

Vorbehalte

Das vorhergesagte R0 sollte nicht mit tatsächlichen Chikungunya-Fällen verwechselt werden, obwohl es ein Indikator für das Potenzial für Ausbrüche ist. Zu den wichtigsten Einschränkungen des Modells gehören einige Lücken in unserem Wissen über die Infektiosität von Dengue-Vektoren, das Fehlen von Vektordichten bei der Schätzung der vektoriellen Kapazität, die Notwendigkeit besserer Szenarien für Landnutzung, Urbanisierung, Bevölkerungswachstum, menschliche Mobilität und Klimavariabilität im Mikrobereich und die Einschränkungen bei der Entwicklung stochastischer Schätzungen des Ausbruchsrisikos in nicht endemischen Gebieten, da die deterministischen Ansätze weniger geeignet sind, um Ausbruchsrisiken und grundlegende Reproduktionszahlen zu schätzen, wenn die Inzidenzrate niedrig ist und einer hohen Stochastik unterliegt. Eine vollständige Beschreibung der Modellbeschränkungen und -vorbehalte finden Sie unter Liu-Helmersson et al. (2014, 2016) und Rocklöv et al. (2019).

Referenzinformationen

Websites:
Quelle:

Veröffentlichung:

van Daalen, K. R., et al., 2024, The 2024 Europe report of the Lancet Countdown on health and climate change: Die beispiellose Erwärmung erfordert beispiellose Maßnahmen, The Lancet Public Health. https://doi.org/10.1016/S2468-2667(24)00055-0

Datenquellen:

Klimadaten:

  • Copernicus Climate Change Service (C3S), Daten der ERA5-Landreanalyse

Bevölkerungsdaten: Hybride gerasterte Daten, die Folgendes kombinieren:

Link zum Repository mit Code: 

Zusätzliche Lektüre:

  • Colón-González, F. J. et al., 2021, Projecting the risk of mosquito-borne diseases in a warmer and more populated world (Prognose des Risikos von durch Mücken übertragenen Krankheiten in einer wärmeren und stärker bevölkerten Welt: Eine multi-model, multi-szenario intercomparison modelling study, The Lancet Planetary Health 5(7) e404-e414. https://doi.org/10.1016/S2542-5196(21)00132-7
  • Murray, K. A., et al., 2020, Tracking infectious diseases in a warming world, BMJ 371, m3086. https://doi.org/10.1136/bmj.m3086.
  • DiSera, L., et al., 2020, Die Mücke, das Virus, das Klima: eine unvorhergesehene Wiedervereinigung im Jahr 2018, Geohealth 4(8), e2020GH000253. https://doi.org/10.1029/2020GH000253
  • Rocklöv, J., et al., 2019, Using big data to monitor the introduction and spread of Chikungunya, Europe, 2017, Emerging Infektionskrankheiten 25(6), 1041. https://doi.org/10.3390/ijerph120505256
Mitwirkender:
Lancet Countdown in Europa

Veröffentlicht in Climate-ADAPT: Dec 8, 2022

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