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Description

Hochgebirgsregionen beherbergen eine bemerkenswerte Anzahl endemischer Arten, die nur auf den Gipfeln wachsen. Niedrige Temperaturen verursachen orografische Isolationen, die einzigartige Lebensräume/Umgebungen für hochspezialisierte, kalt angepasste Arten bieten. Damit ist die alpine Lebenszone eines der zerbrechlichsten Ökosysteme, die durch die rasante Klimaerwärmung stark gefährdet sind – schon heute.

Die Global Observation Research Initiative in Alpine Environments – GLORIA etablierte ein langfristiges Biodiversitätsbeobachtungssystem. Sie operiert als weltweites Netzwerk mit dauerhaften Grundstücken in alpinen Umgebungen. Die Forscher von GLORIA sammeln Daten, um die Trends in Bezug auf Artenvielfalt, Zusammensetzung, Häufigkeit und Temperatur aufzuzeigen und den Verlust der biologischen Vielfalt in diesen fragilen alpinen Ökosystemen zu bewerten und vorherzusagen, die unter zunehmendem Klimawandeldruck stehen.

Erste Ergebnisse haben gezeigt, dass viele spezialisierte und endemische Pflanzenarten, die nur auf den Gipfeln wachsen, bereits vom Aussterben bedroht sind. Klimabedingte Aufwärtsverschiebungen von Pflanzenarten aus niedrigeren Lagen sind bereits zu beobachten. Die zunehmende Anzahl von Pflanzen in höheren Berglebensräumen zwingt den Wettbewerb um die kalt angepassten, hochspezialisierten und oft langsam wachsenden Arten. Diese Populationsdynamik kann ein langfristiger Prozess sein. Die langlebigen endemischen Alpenpflanzen erhalten in wärmeren Lebensräumen eine gewisse Zeit und damit steigt derzeit die Gesamtzahl der Arten auf Berggipfeln. Gegen Ende des 21. Jahrhunderts werden jedoch die Wettbewerbsbedingungen und die Temperaturbedingungen für viele Arten ungeeignet, was zu einer sogenannten Aussterbenverschuldung führt und zu einem ernsthaften Verlust an biologischer Vielfalt in Bergregionen führt.

Project information

Lead

Center for Global Change and Sustainability, Universität für Natur- und Biowissenschaften und Österreichische Akademie der Wissenschaften

Partners

Obwohl GLORIA ein weltweit operierendes standortbasiertes Netzwerk und Programm darstellt, entstanden im Zuge seiner Umsetzung regionale Kapitel. Sie konzentrieren sich auf die besonderen Anforderungen an die Integration in die damit verbundenen regionalen Forschungs- und Überwachungstätigkeiten. Zu den größten regionalen Netzwerken gehören die tropischen Anden, die Berge des westlichen Nordamerikas oder die Berge Europas. Ungeachtet aller GLORIA-Standorte haben wir ein gemeinsames Protokoll auf globaler Ebene.

Gloria-Andes http://redgloria.condesan.org/

CIRMOUNT https://www.fs.fed.us/psw/cirmount/gloria/index.shtml

Source of funding

verschiedene Finanzierungsquellen, einschließlich der Europäischen Union (jüngste Finanzierung: Österreichische Akademie der Wissenschaften)

Reference information

Websites:

Published in Climate-ADAPT: Jan 1, 1970

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