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Zuverlässige Schätzungen des zukünftigen Klimawandels in den Alpen sind für weite Teile der europäischen Gesellschaft relevant. Gleichzeitig stellt der komplexe Alpenraum Klimamodelle vor erhebliche Herausforderungen, die zu Unsicherheiten in den Klimaprojektionen führen. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Studie den Wissensstand zum Klimawandel im 21. Jahrhundert in den Alpen anhand vorhandener Literatur und zusätzlicher Analysen. Insbesondere wird die Zuverlässigkeit und Unsicherheit von Klimaprojektionen explizit berücksichtigt.
Die Ergebnisse zeigen, dass neben den alpinen Temperaturen auch Niederschläge, globale Strahlung, relative Luftfeuchtigkeit und eng damit verbundene Auswirkungen wie Überschwemmungen, Dürren, Schneebedeckung und Naturgefahren von der globalen Erwärmung betroffen sein werden.
Unter dem A1B-Emissionsszenario wird eine Erwärmung von etwa 0,25 °C pro Jahrzehnt bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts und eine beschleunigte Erwärmung von 0,36 °C pro Jahrzehnt in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts erwartet. Die Erwärmung wird wahrscheinlich mit Veränderungen der Saisonalität des Niederschlags, der globalen Strahlung und der relativen Luftfeuchtigkeit sowie mit intensiveren Niederschlagsextremen und Überschwemmungspotenzialen im kälteren Teil des Jahres verbunden sein. Die Bedingungen der derzeit rekordverdächtigen warmen oder heißen Winter- bzw. Sommersaison können am Ende des 21. Jahrhunderts normal werden, und es gibt Anzeichen dafür, dass Dürren in Zukunft schwerer werden. Es wird erwartet, dass die Schneebedeckung drastisch unter 1500-2000 m sinkt und dass Naturgefahren im Zusammenhang mit dem Gletscher- und Permafrostrückgang häufiger auftreten werden.
Solche Veränderungen der klimatischen Parameter und der damit verbundenen Mengen werden erhebliche Auswirkungen auf die Ökosysteme und die Gesellschaft haben und ihre Anpassungsfähigkeit in Frage stellen.
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Veröffentlicht in Climate-ADAPT: Nov 22, 2022
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