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Die Emschergenossenschaft hat mit dem Emscher Generation Project eines der größten Flusssanierungsprojekte Europas umgesetzt. Das Projekt verbesserte die Wasserqualität, Hydromorphologie und Biodiversität und trug maßgeblich zur Bekämpfung von Überschwemmungen und Dürren bei.

Wichtige Erkenntnisse

Über die Region

Klimabedrohungen

Extreme Wetterereignisse aufgrund des Klimawandels stellen die Emschergenossenschaft vor erhebliche Herausforderungen bei der Wasserbewirtschaftung. Veränderungen der Abflussbedingungen wie verstärkte Starkregenereignisse, die Überschwemmungen verursachen, erhöhen den Bedarf an Wasserrückhaltezonen, während anhaltende Dürren zu trocknenden Bächen und Nebenflüssen führen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, konzentriert sich der Verein auf die Integration technischer und ökologischer Lösungen für ein nachhaltiges Wassermanagement, einschließlich der Umwandlung von Hochwasserrückhaltebecken in ökologisch wertvolle Räume. Der Hochwasserrisiko-Aktionsplan sieht erhöhte Schutzniveaus für den Emscher-Hauptarm vor und enthält geeignete Managementhandbücher und Fahrpläne für extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen und Dürren.

Die Emscher-Restaurierung spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des europäischen Grünen Deals. Die Renaturierungsmaßnahmen stärken auch die allgemeine Widerstandsfähigkeit der Region gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels. Blaugrüne Infrastrukturen wie naturnahe Hochwasserrückhaltegebiete tragen zur Kohlenstoffbindung bei und fördern die biologische Vielfalt. In der Zukunftsinitiative Klima.Werk setzen sich Städte gemeinsam mit der Emschergenossenschaft und dem Lippeverband für die nachhaltige Nutzung von Regenwasser als lebenswichtiger Ressource ein.

Zusammenarbeit als Genossenschaft für ein blau-grünes Morgen

Die Emschergenossenschaft wurde am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband in Form einer Genossenschaft gegründet. Die Gemeinden entlang der Emscher haben die Emschergenossenschaft mitgegründet und sind seitdem Mitglied. Ein großer Teil der Industrieunternehmen im Einzugsgebiet ist auch Mitglied der Genossenschaft, die für sie Abwasser aufbereitet.

Seit 125 Jahren ist die Emschergenossenschaft für alle Fragen rund um die Emscher und ihre Zuflüsse zuständig. Dazu gehören die Wasserpflege, der Hochwasserschutz, die Abwasserentsorgung, das Regen- und Grundwassermanagement, die Sanierung der Emscher sowie die Generalplanung, Beratung und Umsetzung aller für den Emscher-Umbau erforderlichen Maßnahmen. Darüber hinaus hat sie Anpassungsprojekte wie Regenwasserentkopplung und -infiltration, begrünte Dächer und Fassaden sowie erneuerbare Energien entwickelt.

Sechzehn Städte aus der Emscherregion arbeiten mit der Emschergenossenschaft zusammen, um zu blaugrünen Schwammstädten zu werden. Diese Städte haben (nahezu) natürliche grüne und blaue Merkmale, die Wasser bei einem Überschwemmungsereignis aufnehmen und Wasser während Dürren und Wasserknappheit speichern. Solche Merkmale reichen von Bäumen und Grünflächen bis hin zu Parks, Seen und sogar Dächern.

Naturbasierte Lösungen im Feld für eine bessere Klimaanpassung

Der Einsatz organischer Materialien zum Mähen von Wiesen, wie Kompost, Bodendünger oder Pflanzenkohle, trägt zur Bodengesundheit bei und unterstützt den Kreislaufwirtschaftsansatz zur Verringerung der Umweltauswirkungen insgesamt.

Greifbare Ergebnisse

  • 170 km renaturierte Flüsse (von geplanten 326 km)
  • Erhöhung der Anzahl der für das menschliche Auge sichtbaren Wirbellosenarten von 170 auf 300 (Flussbeckenebene)
  • 322 ha neu errichtete naturnahe Hochwasserrückhalteflächen (von geplanten 330 ha)
  • Zunahme der Vogelarten in den neuen naturnahen Hochwasserrückhaltegebieten von 38 auf 147 (Mitte Emscher)
  • 11 % Entkopplung der befestigten Flächen von der kombinierten Kanalisation erreicht (Zielzustand 25 % bis 2040)
  • 140 km neue Radwege entlang der renaturierten Gewässer gebaut

Finanzierung und Kommunikation

Die Gesamtinvestition für Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und zur Wiederherstellung der Umwelt an der Emscher betrug 5,5 Milliarden Euro (Emscher Restaurierung umfasst vier Kläranlagen). Die Abwassergebühren finanzierten 80% der Maßnahmen, und die Finanzierung durch die EU, die nationalen und föderalen Ebenen und andere private Finanzierungsquellen finanzierte 20% des Restaurierungsprojekts.

Ein weiterer Erfolgsfaktor des Projekts ist der breit angelegte Partizipationsprozess. Neben der gesetzlichen Beteiligung (Planungsgenehmigungsverfahren) umfasst dieser Prozess viele freiwillige Beteiligungsformate der EGLV zur Einbindung von Stakeholdern. So organisierte die Genossenschaft beispielsweise Sprechstunden, Baustellenbesichtigungen, Planungsworkshops und Wettbewerbe. Das Vermittlungsverfahren zur Steigerung der Popularität des Großprojekts umfasste auch Kunst- und Kulturveranstaltungen (z. B. Triennale „Emscher Kunst“), Sportveranstaltungen und Umweltbildungsprogramme (Blue Classrooms).

Die Emscher-Restaurierung mit all den neuen Wasserläufen und Auen und ihren vielen Projekten für eine wasserbewusste Stadtentwicklung angesichts des Klimawandels ist vielleicht das Beste, was der Region hätte passieren können.

Dr. Frank Dudda, Bürgermeister der Stadt Herne, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Emschergenossenschaft

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