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See all EU institutions and bodiesStandort | Wien, Österreich |
Datum der Einleitung | 2005-heute |
Sektor-Einstellung | Krankenhäuser. Die Initiativen werden vom Wiener Krankenhausverband durchgeführt, der 9 Krankenhäuser in der österreichischen Hauptstadt verwaltet. |
Minderungsinitiative
Der Wiener Krankenhausverband setzt seit 2005 eine nachhaltige Lebensmittelstrategie um. Mehrere Projekte wurden durchgeführt, um die Treibhausgasemissionen aus der Lebensmittelbeschaffung und der Lebensmittelverschwendung in Wiener Krankenhäusern zu reduzieren.
Die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung war das Ziel von Biofair II im Jahr 2005 [1] und SUKI von 2008 bis 2011 [2]. Diese Projekte erhöhten den Anteil ökologischer Lebensmittel, die in Kantinen verwendet werden, und reduzierten die CO2-Emissionen
Ziel der nachhaltigen Lebensmittelstrategien ist es, sowohl die Klimaauswirkungen der Wiener Spitäler zu reduzieren als auch qualitativ hochwertigere nahrhafte Lebensmittel für Patienten als Co-Nutzen anzubieten.
Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen
Geltungsbereich 1
Entfällt
Geltungsbereich 2
Entfällt
Scope 3 - Reduzierung der Emissionen von gekauften Lebensmitteln
Die Strategie für nachhaltige Lebensmittel zielt darauf ab, die Scope-3-Emissionen im Zusammenhang mit Lebensmitteln, die in Krankenhäusern verwendet werden, zu reduzieren. Die Hebel, die bei den Projekten des Wiener Krankenhausverbandes zum Einsatz kommen, sind vor allem die Lebensmittelbeschaffung und die Abfallvermeidung.
Wichtige Erkenntnisse
Die Nachhaltigkeitsstrategie bietet mehrere übertragbare Lektionen für ähnliche Gesundheitseinrichtungen. Klare Ziele, eine konsequente Überwachung und die Integration der Beschaffungspolitik mit umfassenderen Nachhaltigkeitszielen waren wichtige Faktoren. Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehören der Wert einer transparenten Kommunikation, die Schulung des Personals und die schrittweise Umsetzung der Strategie für nachhaltige Lebensmittel. Ein partizipativer Ansatz, der Küchenpersonal und Ernährungswissenschaftler in die Menügestaltung einbezieht, kann dazu beitragen, die Akzeptanz bei den Patienten sicherzustellen und einen erfolgreichen Rollout zu unterstützen. Darüber hinaus können Pilotprojekte dazu beitragen, Änderungen in kleinerem Maßstab zu testen, bevor sie breiter eingeführt werden. Dennoch erkennt der Wiener Krankenhausverband an, dass es nach wie vor Herausforderungen gibt, darunter die Erhöhung des Anteils regionaler Bio-Lebensmittel in den Wiener Großküchen als energiesparende Alternative zu herkömmlichen landwirtschaftlichen Verfahren.
Ergebnisse der Initiative
Erfolgsbeweis
Dank seiner nachhaltigen Lebensmittelstrategie konnte der Wiener Krankenhausverband den CO2-Fußabdruck seiner Gastronomieleistungen deutlich reduzieren. Im Zeitraum 2008-2012 beliefen sich die Emissionseinsparungen auf etwa 58.600 t CO2e [7]. Darüber hinaus führte die Verwendung von Saisonobst und -gemüse im Rahmen des Programms Natürlich gut Teller zwischen 2011 und 2016 zur Vermeidung von 21.600 Tonnen CO2 [7]. Der Anteil der vegetarischen Mahlzeiten, die zwischen 2011 und 2016 serviert wurden, wurde auf 56 % erhöht, was direkt zu niedrigeren Emissionen im Zusammenhang mit Nutztieren in diesem Zeitraum beiträgt [2].
Die in der Nachhaltigkeitsstrategie enthaltenen Maßnahmen zur Lebensmittelverschwendung führten zwischen 2017 und 2018 zur Vermeidung von 177.000 kg Lebensmittelverschwendung, was 400 t CO2 entspricht [8].
Nebeneffekte
Neben der Verringerung der Emissionen aus der Lebensmittelverwendung ist ein Nebenprodukt einer verstärkten Bio-Diät mit weniger Fleisch nahrhaftere und gesündere Mahlzeiten. So stammten im Jahr 2018 etwa 35 % aller in den Küchen des Wiener Krankenhausverbandes verwendeten Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau [3]. Die Initiativen stärkten auch das Bewusstsein von Personal und Patienten für eine nachhaltige Ernährung und unterstützten die regionale Landwirtschaft durch lokale Beschaffungspraktiken. Die Initiativen trugen dazu bei, die langfristigen Lebensmittelkosten trotz eines höheren Anteils an ökologischen/biologischen Erzeugnissen aufgrund einer besseren Ressourcenplanung und einer geringeren Fleischbeschaffung zu stabilisieren.
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