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Wetterextreme können viele verschiedene Vermögenswerte, Sektoren und Systeme der menschlichen Umwelt betreffen, einschließlich menschlicher Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden. Wetterextreme wie Hitze und Dürre und ihre miteinander verbundenen Risiken sind komplex, schwer zu verstehen und somit eine Herausforderung für die Risikoanalyse und das Management, da sich (in miteinander verflochtenen Systemen) Auswirkungen über mehrere Sektoren ausbreiten können. In einem wärmenden Klima wird erwartet, dass extreme gleichzeitige Hitze- und Dürreereignisse in Häufigkeit, Intensität und Dauer zunehmen und damit wachsende Risiken für die Gesellschaft darstellen. Um ein besseres Verständnis von zusammengesetzten Extremen und damit verbundenen Risiken zu gewinnen, analysiert die Reserach acht historische Hitze- und Dürreextremereignisse in Europa, Afrika und Australien.
Die Autoren untersuchten und visualisierten die direkten und indirekten Wirkungspfade durch verschiedene Sektoren und Systeme zusammen mit den Auswirkungen von Reaktions- und Anpassungsmaßnahmen. Sie fanden die wichtigsten Kaskadenprozesse und Verflechtungen in den Bereichen Gesundheit, Energie, Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion. Die wichtigsten Kaskaden führen zu Auswirkungen auf Wirtschaft, Staat und öffentliche Dienstleistungen und letztlich auch auf Gesellschaft und Kultur. Die Analyse zeigt, dass sich kaskadierende Auswirkungen über zahlreiche Sektoren mit weitreichenden Folgen ausbreiten können und möglicherweise ganze sozioökonomische Systeme destabilisieren können. Es wird betont, dass die künftige Herausforderung in der Forschung zur Anpassung an gleichzeitige Extremereignisse in der Integration von Vermögenswerten, Sektoren und Systemen mit starken Verbindungen zu anderen Sektoren und mit einem großen Potenzial für kaskadierende Auswirkungen besteht, bei denen die menschliche Art jedoch nicht auf historische Erfahrungen zurückgreifen kann. Die Integration von Ansätzen zur Bewältigung gleichzeitiger Extremereignisse sollte ferner die Auswirkungen möglicher Reaktions- und Anpassungsmechanismen zur Erhöhung der Systemresilienz berücksichtigen.
Referenzinformationen
Websites:
Quelle:
https://journals.plos.org/climate/article?id=10.1371/journal.pclm.0000057
Veröffentlicht in Climate-ADAPT: Feb 2, 2023
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