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See all EU institutions and bodies6.3 Definition von MRE-Indikatoren und Mixed-Methods-Ansatz
Um ein genaues Bild des Anpassungsfortschritts und der Anpassungsleistung zu erhalten, müssen Überwachungs-, Berichterstattungs- und Evaluierungssysteme häufig mehrere Daten- und Informationsquellen in einer Reihe von Skalen und Sektoren nutzen und analysieren. Ein System, das "gemischte Methoden" verwendet, ist wahrscheinlich flexibler als ein System, das auf begrenzte Daten- und Informationsquellen angewiesen ist. Ein solcher Ansatz kombiniert quantitative und qualitative Methoden, die eine effektivere Triangulation von MRE-Informationen ermöglichen. Verschiedene Daten- und Informationsquellen können gegeneinander abgeglichen werden, um sicherzustellen, dass die Gesamtdarstellung des Anpassungsfortschritts und der Anpassungsleistung robust, konsistent und kontextualisiert ist. Dieser Ansatz kann auch dazu beitragen, einige der Einschränkungen sowohl quantitativer als auch qualitativer Daten, Informationen und Nachweise aus mehreren Quellen wie Indikatordaten und Ansichten der Interessenträger zu überwinden.
Anpassungsindikatoren und Indikatorensätze spielen in Monitoring- und Evaluierungssystemen (M&E) oft eine entscheidende Rolle. Quantitative Indikatoren sind für Politik und Entscheidungsträger attraktiv, da sie quantifizierbare, scheinbar eindeutige "Beweise" für Fortschritt und Leistung liefern. Bei der Ermittlung geeigneter Indikatoren für die Überwachung und Bewertung des Prozesses und der Ergebnisse sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:
- Erfinden Sie das Rad nicht neu: Die Verwendung bereits bestehender Indikatoren (in einigen Fällen ihre Anpassung an den Zweck) ist ein akzeptierter und pragmatischer Ansatz, der Vorteile in Bezug auf die Effizienz mit sich bringt und vielfältige Perspektiven für die Anpassung bietet.
- Es muss nicht unbedingt der Wert eines einzelnen Indikators berücksichtigt werden, sondern ob eine Reihe von Indikatoren ein kohärentes und robustes Bild des Anpassungsfortschritts liefert.
- Indikatoren werden häufig in einem iterativen und interaktiven Prozess erstellt, an dem Experten und Interessenträger beteiligt sind. Die Vertretung gesellschaftlicher Gruppen sollte sichergestellt werden, um gefährdete Teile der Gesellschaft in der Fortschrittsberichterstattung bestmöglich abzudecken.
- Erwägen Sie die Verwendung einer Kombination von Prozess-, Output- und Ergebnisindikatoren, wobei zu berücksichtigen ist, dass in einigen Fällen Anpassungsergebnisse in naher Zukunft nicht bestimmt werden können.
- Neben der wissenschaftlichen Robustheit erfordert die Entwicklung von Indikatoren Pragmatismus: unter Berücksichtigung der verfügbaren Ressourcen sowie des Datenzugangs, der Verfügbarkeit und der Kohärenz.
Das Sammeln von Stakeholder-Ansichten und -Perspektiven kann helfen, quantitative Daten zu validieren und die Erforschung der Fragen "Wie" und "Warum" zu ermöglichen. Dies kann zu einem tieferen Verständnis der Ursachen und Prozesse führen, die dem Anpassungsfortschritt zugrunde liegen. Zu den Interessenträgern können sektorale und thematische Experten gehören, aber auch diejenigen, die am stärksten von den Auswirkungen der Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen betroffen sind, oder Einzelpersonen und Organisationen, die an der Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen beteiligt sind. Zur Erhebung dieser Informationen können verschiedene Methoden verwendet werden, darunter Umfragen, Interviews, Fokusgruppen, öffentliche Konsultationsveranstaltungen und Workshops.
Erkenntnisse aus Ländern, die mit Anpassungsindikatoren arbeiten, zeigen, wie wichtig es ist, MRE bereits in der Phase der Politikentwicklung anzugehen. Eine klare Formulierung einer Anpassungspolitik (entweder Strategie oder Plan) und insbesondere deren Ziele und Vorgaben ermöglichen ein gezielteres MRE-System. Konkrete Ziele erleichtern ihre Überwachung und schließlich eine verbesserte Wissensbasis, einschließlich der gewonnenen Erkenntnisse über Fortschritte, Ergebnisse und Auswirkungen, die die Anpassungspolitik und -praxis verbessern können. Darüber hinaus schafft eine klare Formulierung der MRE-Anforderungen und -Ziele ein Mandat für eine wirksamere Nutzung der MRE-Ergebnisse als Grundlage für die Politikgestaltung und -praxis, und Evaluierungen können die Wirksamkeit und Effizienz der Anpassungspolitik und -praxis besser belegen.
Es besteht nach wie vor eindeutiger Bedarf an einem besseren Verständnis dafür, wie eindeutigere und klarere Ziele festgelegt werden können, die leichter gemessen, überwacht und in Bezug auf die Fortschritte bewertet werden können. Ein Gleichgewicht zwischen der Festlegung expliziter politischer Ziele/Ziele/Ziele und der Aufrechterhaltung der Flexibilität der MRE-Systeme dürfte von Vorteil sein. Angesichts des iterativen Charakters der Anpassung ist es von wesentlicher Bedeutung, dass MRE neben der Bewertung der bisherigen Leistung auch die Ermittlung neu auftretender Probleme unterstützt.
Neben den Ergebnissen der Anpassung der MRE können Überarbeitungen von Strategien und Maßnahmen auch von der Überwachung und Evaluierung anderer, eng miteinander verbundener Politikbereiche profitieren. Angesichts des Zusammenhangs zwischen der Anpassung an den Klimawandel (CCA) und der nachhaltigen Entwicklung und der Katastrophenvorsorge (DRR) können die in diesen Politikbereichen gewonnenen Erkenntnisse auch für die Weiterentwicklung nationaler Anpassungsmaßnahmen aussagekräftig sein.
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