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In den Mittelmeerregionen kann die Sonneneinstrahlung im Sommer zu einer Überhitzung der Gebäudehülle (Dach und Wände) und der Innenumgebung führen, was eine Klimaanlage mit sich bringt. Passive Systeme zur Begrenzung des Sonneneffekts bestehen hauptsächlich aus belüfteten Fassaden und Dächern als Elemente, die der Sonneneinstrahlung am stärksten ausgesetzt sind. Belüftete Dächer können die Wärme aufgrund von Sonneneinstrahlung stark reduzieren, aber ihre Leistung hängt stark von der Belichtung des Daches und vor allem von ihrer senkrechten Position zum Wind ab. Der Vorteil der sogenannten „Above Mantelbelüftung“ (ASV) nimmt deutlich ab, wenn sich die Windrichtung von senkrecht zu parallel zur Gehörgangslinie bewegt. ASV wirkt sich dank konvektiver Wärmeübertragung positiv auf die Wärmedämmung aus. Die auftriebsgetriebene Belüftung wird auch bei sehr schwachem Wind irrelevant, während die Luftdurchlässigkeit von Fliesen eine Leistungssteigerung bestimmt. So könnten Dachziegellüfter als die beste Lösung für die passive Wärmedämmung von Gebäuden in heißen und milden Klimazonen angesehen werden.
Das Projekt LIFE HEROTILE zielt darauf ab, zwei Arten von Dachziegeln (Marseille und portugiesische Dachziegel, die mehr als 60 % der Schrägdächer in Europa abdecken) zu entwerfen und herzustellen, die sich durch eine höhere Luftdurchlässigkeit durch die Überlappung der Fliesen und eine verbesserte Energieeffizienz durch Unterziegelbelüftung auszeichnen. Ein Lufteinlass erhöht den Luftzufluss und damit die Wärmeentsorgung erheblich. Darüber hinaus wird die Fliesenkonstruktion unabhängig von der Windrichtung sein, da die Ein- und Auslasskanäle die Luft sowohl horizontal als auch von oben nach unten fließen lassen.
Die Fliesen werden an realen Gebäuden mit sieben verschiedenen Dachtypen in verschiedenen Mittelmeerregionen getestet. Ziel des Projekts ist es, zu zeigen, dass die entworfenen Fliesen dazu beitragen können, bis zu 50 % der Energie für die Kühlung von Gebäuden einzusparen. Nach diesen Schätzungen könnte die Technologie – wenn sie in den Mittelmeerländern weit verbreitet ist – Einsparungen zwischen 5 000 und 13 000 GWh Strom pro Jahr bewirken, wodurch Emissionen von 1,5-3 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden.
Projektinformationen
Führen
Industrie Cotto Possagno S.p.A.
Partner
Università degli Studi di Ferrara, Italien
Terreal S.A.S., Frankreich
Monier Technical Centre GmbH, Deutschland
Azienda Casa Emilia Romagna di Reggio Emilia, Italien
Associazione Nazionale degli Industriali dei Laterizi, Italien
Finanzierungsquelle
LIFE-Programm
Referenzinformationen
Websites:
Veröffentlicht in Climate-ADAPT: Nov 22, 2022
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