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Veränderungen in der Küstenmorphologie haben breite Konsequenzen für die Nachhaltigkeit von Küstengemeinden, -strukturen und -ökosystemen. Obwohl Küsten an vielen Orten lokal überwacht werden, bleibt das Verständnis langfristiger Veränderungen auf globaler Ebene eine Herausforderung. In diesem Artikel wird eine globale und konsistente Bewertung der Küstenmorphodynamik über 32 Jahre (1984–2015) anhand von Satellitenbeobachtungen vorgestellt. Landverluste und -gewinne wurden aufgrund der Veränderungen der Wasserpräsenz entlang von mehr als 2 Millionen virtuellen Transekten geschätzt. Wir stellen fest, dass die Gesamtfläche von erodiertem Land etwa 28,000 km2 beträgt, zweimal die Oberfläche des gewonnenen Landes, und dass oft das Ausmaß der Erosion und Akkretion in der Größenordnung von km liegt. Anthropogene Faktoren sind eindeutig der dominierende Treiber des Wandels, sowohl als geplante Nutzung von Küstenressourcen, wie zum Beispiel beim Bau von Küstenstrukturen, als auch als unvorhergesehene Nebenwirkungen menschlicher Aktivitäten, wie zum Beispiel die Tranche von Staudämmen, Bewässerungssystemen und Strukturen, die den Fluss von Sedimenten verändern, oder die Rodung von Küstenökosystemen wie Mangrovenwäldern. Ein weiterer wichtiger Treiber ist das Auftreten von Naturkatastrophen wie Tsunamis und extremen Stürmen. Der beobachtete globale Trend der Küstenerosion könnte durch den Anstieg des Meeresspiegels und häufigere Extremereignisse in einem sich wandelnden Klima verstärkt werden.
Referenzinformationen
Websites:
Quelle:
Mentaschi, L., Vousdoukas, M., Pekel, JF., Feyen, L., 2018. Globale Langzeitbeobachtungen von Küstenerosion und -akkretion. Wissenschaftliche Berichte. Band 8, Artikelnummer: 12876 (2018)
Veröffentlicht in Climate-ADAPT: Nov 22, 2022
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