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Dieser ECCONET-Bericht bietet einen Überblick über angemessene Optionen für die Anpassung der Infrastruktur an den Klimawandel, insbesondere Maßnahmen im Zusammenhang mit der Instandhaltung von Wasserstraßen und dem Flussbau, wobei der Schwerpunkt auf dem österreichischen Abschnitt der Donau liegt. Für die österreichische Donau wird in Zukunft mit einem Rückgang der Instandhaltungsarbeiten um 40 % im Vergleich zur derzeitigen Situation gerechnet. Im Falle einer erheblichen künftigen Änderung des Wasserregimes der Donau könnten die erforderlichen Instandhaltungsmaßnahmen zunehmen, insbesondere bei erhöhten schweren Hochwasserereignissen. Das gilt auch für andere europäische Wasserstraßen.
Extreme Wetterereignisse gab es in der Vergangenheit und heute. Die Wasserstraßenverwaltungen können und müssen spezielle Anpassungsstrategien für die kurz-, mittel- und langfristige Perspektive ausarbeiten. Kurzfristige Anpassungsmaßnahmen betreffen vor allem die kontinuierliche Instandhaltung von Wasserstraßen: Bei sich ändernden Wassereinleitungsmustern (z. B. veränderte Saisonalität von Niedrigwasserperioden) ist der Fairway-Wartungszyklus (Erhebung, Baggerarbeiten, Bereitstellung von Informationen) entsprechend anzupassen. Eine allgemeine Anpassungsmaßnahme für die Wasserstraßenverwaltungen sollte die kontinuierliche und differenzierte Überwachung und Analyse der Entwicklung des Wassereinleitungssystems des Flusses sein. Um mögliche Auswirkungen des Klimawandels besser bewerten und erkennen zu können, sollten die Wasserstraßenverwaltungen zusätzliche Indikatoren für Änderungen des Wassereinleitungssystems entwickeln. Solche Indikatoren könnten eine langfristige saisonale Analyse des Wassereinleitungsregimes sowie eine dynamische Analyse der Niedrigwasserbedingungen umfassen: die niedrigsten Wasserstände innerhalb einer Reihe von aufeinanderfolgenden Tagen (z. B. 3, 5, 7, 10, 21 Tage).
Mittel- und langfristige Maßnahmen umfassen strukturelle Änderungen der flussbaulichen Parameter als angemessene Reaktion auf größere klimatische Veränderungen. Die Anpassung der Wasserstraßeninfrastruktur durch flussbauliche Maßnahmen (z. B. Groynes) sollte auf der Grundlage einer kontinuierlichen Überwachung der Wirksamkeit dieser Elemente erfolgen, wobei die Überwachungsintervalle an die Änderungen des Einleitungsregimes und der Flussmorphologie anzupassen sind.
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Veröffentlicht in Climate-ADAPT: Nov 22, 2022
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